Stadtanzeiger November

Wer keine Geduld hat bei Kleinigkeiten dem misslingt der Große

Wer keine Ausdauer hat bei Kleinigkeiten dem misslingt der große Plan Sprichwort

Denn es kommt die eine oder andere Geduldsprobe auf uns Einwohner und Besucher der Stadt Lübben zu – Baustellen!

Es geht weiter ab dem 22.11. mit dem Bau der neunen Druckabwasserleitung beginnend ab der Brauhausgasse durch die gesamte Innenstadt. Hierzu wird der Verkehr in Einbahnstraßen durch die Stadt geführt. Nun zeigt sich deutlich, dass eine Umsetzung unseres geforderten Verkehrskonzept- Innenstadt mehr denn jäh für eine Entlastung und sichere Verkehrsführung auch nach Ende der Baumaßnahmen sorgen könnte. Mehrmals in der Stadtverordnetenversammlung angesprochen, letztmalig mit Beginn der Bauarbeiten in der Kupka, konnte man sich Seitens der Verwaltung nicht durchringen entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Ein weiteres heißes Eisen, die Sanierung der Kastanienallee und des Hainmühlenweges. Ein Fußweg rechts und links der Fahrbahn, neue Parkbuchten, Fahrbahnbreite von sechs Meter. Für heftige Diskussionen schon jetzt sorgt die Aussage, dass nach einer Einschätzung von Gutachtern und der unteren Naturschutzbehörde der alte Kastanienbestand marode ist und die tiefgreifenden Baumaßnahmen nicht übersteht. Eine Fällung aller Bäume steht im Raum, in der vorgeschlagenen Ersatzpflanzungen wurden Robinien vorgeschlagen. Als Erklärung wurde das Beispiel der fehlgeschlagenen Ersatzpflanzung im Branitzer Park Cottbus genannt. Alle Kastanien in der Neuanpflanzung wurden durch Moniermottenbefall derart geschädigt, dass sie gefällt werden mussten. Gleiches möchte man in Lübben verhindern, aber eine Kastanienallee ohne Kastanien? Vielleicht kann es hier eine andere Lösung finden. Für den Ausbau ist wie es im letzten Bauausschuss zugesagt wurde zeitnah eine Anwohnerinformation geplant. Das Altpflaster (Eigentum der Stadt) soll zum Einbau für die Grundstückzufahrten verwendet werden. Recycling anders gedacht, Nachhaltigkeit ist das Schlagwort was man nur begrüßen kann.

Ab sofort haben wir nun auch DIE „Baustelle“ Verwaltung mit den altbekannten Problemen der Zusammenarbeit zwischen Rathaus und den Stadtverordneten. Hier gilt es trotz aller Kontroversen zeitnah mit notwendigem Entscheidungswillen erforderliche Beschlüsse zu fassen. Denn nichts anderes als die Zukunft von Lübben gilt es aktuell zu gestalten. Um den Erfordernissen gerecht zu werden sollten wir den Schritt für eine eigene Fachabteilung im Rathaus gehen. Personal kann Bedarfsgerecht und zielorientiert an konkreten Aufgaben Ressortübergreifend arbeiten. Wir werden als Fraktion ein solches Vorgehen im kommenden Monat vorschlagen und unterstützen.

R.Krüger / S.Richter für die Fraktion DIE LINKE.