Ein Bekennen zur Feststellung :)

SN850083Unsere Fraktion, vertreten durch Fraktionschef Peter Rogalla, stimmte im Bildungsausschuss der Beschlussvorlage „Feststellung der Zugehörigkeit der Stadt Lübben zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden“ als Einzige mit Ja dafür.

Eine Frage, die sich für unsere Fraktion nicht stellt, da sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart diese Frage längst beantwortet hat. Weit vor den Deutschen waren die Sorben/Wenden (Wenden aus dem finnischen als Bezeichnung für alle slawische Völker in Osteuropa)hier eingewandert und sesshaft. Das zeigen viele sorbische Namen, Begriffe und Ortsbezeichnungen auch in unserer Stadt. Auch Bräuche und Sitten werden regelmässig gepflegt, die Stadt schmückt sich damit, einschliesslich den hübschen Trachten nach Außen und Innen.

Die Entscheidung zum Beitritt Lübbens (der ja die Stadt vor der bisherigen Gesetzesnovellierung der Brandenburger Regierung bereits schon aus DDR-Zeiten bestand) steht zum 31.05.2016 an und ist bis dahin durch das neue Sorben/Wendengesetz festgelegt worden. Wer bis dahin keine Zustimmung bekundet hat, kann auch von den Zuwendungen bei der Pflege des Brauchtums und der Sprache durch das Land nicht profitieren. Die Stadt hat dann auch keine Möglichkeit mehr, Lehrerplanstellen für die Vermittlung der sorbischen Sprache zu beanspruchen. Die Streitfrage, die viele Stadtverordnete beider letzten Entscheidung zum Neinsagen veranlasste, ist geklärt. Laut Gesetz werden nicht sofort zweisprachige Dokumente, zweisprachige Planstellen in Verwaltungen u.a. Forderungen mit Zutritt der Stadt gefordert. Das können die Kommunen sukzessive einführen, die Finanzierung ist durch das Konnexitätsprinzip (Erstattung der anfallenden Kosten durch das Land) im Gesetz gesichert. R.Krüger