DIE LINKE; Fraktion in der SVV Lübben/Spreewald im Stadtanzeiger-April

Wer im Frühling nicht sät, wird im Herbst nicht ernten.
Deutsches Sprichwort

Lübben – wie weiter? So die Frage nach Vorschlägen und Argumenten zur weiteren Zukunft der Stadt vom Bürgermeister und Landrat im Zusammenhang der Kreisgebietsreform und zum Kreisstadtstatus. Nun liegt es vor, das Argumentationspapier und kann auf der Internetseite unserer Stadtverwaltung von jedermann eingesehen werden. Es lohnt sich, zumal nicht nur für Ortsunkundige so einiges zusammengetragen wurde, was in der Hektik des Alltages nur allzu oft in Vergessenheit gerät.
Deutlich geworden ist, dass die Kreisgebietsreform und der vorgeschlagene Landesentwicklungsplan durch die Mehrheit der Bewohner unseres Landes abgelehnt wird, so auch von unserer Fraktion. Die dem zugrunde gelegten Fakten weichen erheblich von den Tatsachen ab.
Wir wollen uns weiter entwickeln und den Status einer Kreisstadt erhalten. Aber wie? Gegenwärtig wird in der Stadtverwaltung die Prioritätenliste für die Zukunft der Stadtentwicklung überarbeitet. Sie dient den Bürgen und Fraktionen als Arbeitsgrundlage, wenn sie so Zustimmung findet. Dabei spielt z.B. die Erschließung von Bauland für neue Wohnungen eine bestimmende Rolle. Neben den geltenden Baufeldern, die schon jetzt nicht mehr ausreichen, wird über eine Erweiterung im Lübbener Westen hinter der Sportarena nachgedacht. Hier sollen Eigenheime aber auch mehrgeschossige Wohnbauten errichtet werden. Notwendig dazu ist die mehr als überfällige Sanierung der Verbindungsstraße von der B115 zur Sportarena bzw. zum Bahnhofsumfeld. Gerade die Fläche hinter dem Bahnhof muss für weitere Parkmöglichkeiten erschlossen werden und so die prekäre Situation auf der gegenüberliegenden Seite entschärfen. Jahrelang ungenutzt ist das Gewerbegebiet in Neuendorf, weil sich dort kaum Investoren fanden. Vielleicht kann auch dort über eine künftige Wohnbebauung nachgedacht werden, denn die Innenstadtbebauung ist ja bis auf wenige Möglichkeiten fast ausgereizt.
Allen Bemühungen zur Belebung des innerstädtischen  Geschäftslebens gilt ein besonderes Augenmerk, zumal  der zunehmende Internethandel zum realen Konkurrenten wird. Die Ideen zu einem Vorhaben bezogenen Bebauungsplan  für eine Marktkauferweiterung und auch der Umbau der BHG im Lübbener Osten sollten wir aber auch als Chance sehen und nicht nur als Konkurrenz zur Innenstadt. Dazu diente auch eine weitere Zusammenkunft des Gewerbevereins, von Verwaltung, Planern und Stadtverordneten.
Weitere Bedarfe sind angemeldet und im beschlossenen Haushalt, wenn auch mit Auflagen, bewilligt. Dabei ist vorrangig, die schon lange erwartete Stellenbewertung in der Verwaltung durchzuführen. Diese soll beurteilen, was der einzelne Mitarbeiter leisten soll, was er kann und was unter Umständen bei ihm und an seinem Arbeitsplatz verändert werden muss, um den Ansprüchen an eine zeitgemäße Verwaltung gerecht zu werden. Auch die Umstellung auf ein effektives Informations- und Servicesystem per Internet im Umgang mit dem Bürger ist eine zeitgemäße Erwartung. Wege zur Antragstellung und Formularnutzung könnten für den Bürger verkürzt werden. Da sind andere Verwaltungen wesentlich weiter.
Vor uns stehen Herausforderungen, die es gilt zu meistern! Die Umbaumaßnahmen in der Bahnhofstraße,  im E.-v.-Houwalddamm und anschließend in der Kupka/Bogenbrücke lassen nicht nur freudige Erwartungen aufkommen. Auch die Konzeptumsetzung für den touristischen Sektor ist dringend erforderlich. Wenn wir im Jahr 2019 ca. 1500 Gäste zum Trachtenfest begrüßen wollen, müssen wir schon jetzt Probleme berücksichtigen und langfristig Vorbereitungen treffen.

Gerne laden wir Sie ein, sich im Rahmen unserer Fraktionsberatung am 25. April, 17.30 Uhr im Gasthaus „Goldener Löwe“ in der Lübbener Hauptstraße mit uns zu diesen oder anderen Themen zu verständigen.

P.Rogalla und R. Krüger

Fraktion DIE LINKE der SVV Lübben/Spreewald www.dielinke-luebben.de